Das Projekt
Im Jahr 2010 wird jede zweite Person, die in einer Großstadt lebt und unter 40 Jahren ist, aus einer Familie mit Migrationshintergrund kommen. Das macht deutlich, dass Integration eine der zentralen Fragen sein wird, die über die Zukunft Europas entscheidet. Als Folge wird die Nachfrage nach Kooperationsprojekten, die Initiativen zur Integration auf verschiedenen Gebieten wie Weiterbildung, Arbeitsmarkt, Kultur und Sport festigen, steigen. Die Vernetzung von Maßnahmen zur verbesserten Sprachkompetenz in Kindergärten und Grundschulen - unter Miteinbeziehung von Sprachkursen für Mütter - wird in Zukunft ein maßgeblicher Punkt im Rahmen der Immigration sein.
Das Projekt SMILE zielt darauf ab, die Personen zu unterstützen, die in der Erwachsenenbildung tätig sind und im Besonderen mit Eltern von Kleinkindern (von 0 bis 6 Jahren) arbeiten. Die Eltern sollen bei der Ausübung des Konzeptes der aktiven Bürgerschaft unterstützt werden, um die Integration ihrer Kinder sowie der ganzen Familie und die Anwendung der interkulturellen Erziehung seit der frühesten Kindheit an zu fördern. Die Integration von ImmigrantInnen stellt ein wichtiges Element der Politik dar, das von der EU kontinuierlich weiterentwickelt wird, und in diesem Kontext ist das Schulsystem ein wichtiger Platz für Integration. In einigen Ländern der EU ist der interkulturelle Ansatz in den allgemeinen Zielen der nationalen Lehrpläne bereits beispielhaft verankert worden. Allerdings gibt es nur wenige Länder, in denen die interkulturellen Zielsetzungen auch in der vorschulischen Ausbildung vorkommen. Zu der Zielgruppe gehören TrainerInnen, SozialarbeiterInnen, TutorInnen und Fachleute, die in Einrichtungen für Kinder und Familien arbeiten. Zusätzlich sind LeiterInnen von Sozialeinrichtungen sowie Eltern mit und ohne Migrationshintergrund Teil der Zielgruppe.
Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren, und seine Hauptaktivitäten und Resultate sind:
- Die Erarbeitung einer Studie, die auf die Integration von ausländischen Kindern in Kinderkrippen/-gärten sowie auf die Kommunikation und Verständigung mit den Eltern fokussiert.
- Die Entwicklung einer Projektwebseite und eines Evaluierungshandbuchs für die Bewertung von interkulturellen Kompetenzen; dies geschieht entsprechend Informationen und Auskünften von ExpertInnen, die in Frühförderung von Kindern und deren Familien arbeiten.
- Ein Handbuch und ein Trainingskurs für die Anwendung von interkulturellen Ansätzen in der Ausbildung zur aktiven Bürgerschaft für Eltern von Kleinkindern sollen entwickelt bzw. umgesetzt werden.
- Interkulturelle Initiativen zur Integration von Immigrantenfamilien sollen in jedem Land, das an der Partnerschaft beteiligt ist, organisiert werden.
- Ein Fotoalbum mit DVD soll produziert werden, worin sich die Dokumentation zu allen umgesetzten Aktivitäten mit den darin involvierten Personen befindet.
PROJEKTLAUFZEIT: 2009-2010
ZIELSETZUNGEN
- Entwicklung der interkulturellen Kompetenzen von Fachleuten, die in Betrieben für Familien mit Kleinkindern tätig sind
- Begünstigung der Integration von Kleinkindern (0-6 Jahre) mit Eltern erster Immigration und deren Familie
- Förderung der interkulturellen Ausbildung in Kindereinrichtungen
- Stärkung des (Selbst-)Bewusstsein der Eltern und Forcierung ihrer aktiven Teilnahme
- Beteiligung an der Entwicklung eines Europas, das auf Herkunft, Kultur und unterschiedliche Muttersprachen Rücksicht nimmt
SOLLVORGABE
KURZFRISTIG BEGÜNSTIGTE PädagogInnen, die mit Kindern arbeiten
SozialarbeiterInnen
VorschullehrerInnen
LANGFRISTIG BEGÜNSTIGTE Eltern mit Kleinkindern (0 bis 6 Jahre) mit und ohne Migrationshintergrund

Projektbericht
Projektberichte werden über die Studie über die Integration von ausländischen Kindern in Einrichtungen der Frühförderung und über die Studie über Kommunikation mit den Eltern der betroffenen Kinder abgefasst.
Zielsetzungen der Berichte sind:
-
Abschätzung des Grades von wirklicher und gefühlter Integration von ausländischen Kindern innerhalb von Familieneinrichtungen der am Projekt teilnehmenden Länder ;
-
Aufzeigen der Kompetenzen und Trainingserfordernisse von PädagogInnen, die in Familien- und Kindereinrichtungen der teilnehmenden Länder der Partnerschaft arbeiten;
-
Sammeln von bewährten Methoden zur Kommunikation zwischen Eltern und ManagerInnen/LeiterInnen von Familien- und Kindereinrichtungsstellen.
Die Untersuchung wird auf Dokumentationsebene durchgeführt, aber auch mit Hilfe von Interviews mit Eltern mit sowie ohne Migrationshintergrund pro Partnerland. Zusätzlich wird es regelmäßige Gruppendiskussionen in jedem Land der Partnerschaft geben, daran werden PädagogInnen sowie LeiterInnen von Familien- und Kindereinrichtungsstellen teilnehmen.
Die Forschungsarbeit wird auf der Webseite veröffentlicht werden. Somit haben relevante AkteurInnen die Möglichkeit ihre Meinung betreffend der vorliegenden Forschungsarbeit in einem auf der Projektwebseite zugänglich gemachten Evaluierungsbogen einzutragen. Der Bericht wird in englischer Sprache zur Verfügung stehen.
Ausarbeitung des Handbuches zur Evaluierung von PädagogInnen
Die Realisation eines Handbuches zur Evaluation von ErzieherInnen soll LeiterInnen eines Betriebes dabei behilflich sein die interkulturelle Kompetenz von ErzieherInnen, die in Familieneinrichtungen tätig sind, einzuschätzen. Zusätzlich wird der Grad der Anwendung von interkulturellen Ansätzen innerhalb der Einrichtungen sichtbar.
Die Information dient zur Vervollständigung des Handbuches und wird durch die Verteilung von Fragenbögen an LeiterInnen von Familienserviceeinrichtungen der an der Partnerschaft teilnehmenden Ländern erhoben. Das Manual wird auf der Webseite veröffentlicht und relevante AkteurInnen können online zur Evaluierung und dessen Nutzen beitragen. Außerdem werden auf Papier gebrachte Fragenkataloge für die Evaluation durch EndverbraucherInnen zur Verfügung stehen. Das Handbuch wird auf Englisch, Italienisch, Rumänisch, Deutsch, Schwedisch und Griechisch entwickelt und auf DVD erhältlich sein.
Ausführung des SMILE Trainingskurses
Die Darstellung des SMILE Trainingskurses zur Anwendung von interkulturellen Ansätzen in der Elternbildung und in der Führung von Familieneinrichtungen für Kleinkinder soll ausführlich sein. Der Kurs wendet sich an SozialarbeiterInnen, ErzieherInnen, TrainerInnen, Lerncoaches und LeiterInnen von sozialen Einrichtungen für Familien und Kindern sowie deren Eltern. Die ungefähre Kursdauer beträgt 30 Stunden.
Ziele des Kurses sind:
- Verbesserung der interkulturellen Kompetenz von PädagogInnen, die in Familien- und Kindereinrichtungen tätig sind
- Förderung der Eltern bei der Ausübung der aktiven Bürgerschaft
- Unterstützung bei der Integration von Immigrantenfamilien und den Kindern in den Familieneinrichtungen sowie in der Gesellschaft
Das Handbuches für den SMILE Trainingskurs enthält Lernmaterial, die ErzieherInnen als Unterstützung für den Unterricht anwenden sowie als Werkzeug zur leichteren Durchführung von pädagogischen Aktivitäten mit den Eltern nutzen können.
Das Manual wird auf der Webseite veröffentlicht und für relevante AkteurInnen wird es möglich sein, die Evaluierung in Bezug auf eigene Bedürfnisse und Rahmensetzungen zu ergänzen. Ebenfalls werden Fragebögen für die Evaluierung durch die EndverbraucherInnen zur Verfügung gestellt werden. Das Handbuch wird auf Englisch, Italienisch, Rumänisch, Deutsch, Schwedisch und Griechisch entwickelt und auf DVD erhältlich sein.
Pro Land (außer Deutschland) werden zwei Piloten zum SMILE Trainingskurs verwirklicht. Jeder Pilotkurs wird sich an 10 PädagogInnen und möglicherweise an einige Eltern mit und ohne Migratinoshintergrund, richten. Sie werden die Ergebnisse aus den zwei Pilotkursen an CO& SO (IT) und INIT Developments Ltd. (DE) weiterleiten. Die Resultate des Piloten werden auf der Webseite in Englisch veröffentlicht und auf nationaler sowie internationaler Ebene verbreitet werden.
Durchführung von interkulturellen Aktivitäten
Verwirklichung von Aktivitäten/Initiativen zur Förderung der interkulturellen Integration:
- Workshops
- Thementage
- Ausstellungen
Pro teilnehmendes Land (außer Deutschland) soll mindest eine Aktivität/Initiative umgesetzt werden, um kulturelle Integration innerhalb von Familien- und Kindereinrichtungsstellen sowie im unmittelbaren Lebensumfeld zu fördern. Die Aktivitäten werden von den PädagogInnen und den Eltern selbst organisiert, wobei sie in Bezug auf Form und Inhalt der Aktivitäten weitest mögliche Autonomie genießen. Daher können sowohl formale als auch informelle Aktivitäten entstehen, wie zum Beispiel die Organisation von Festen, Spielen, Ausstellungen, Partys, Thementagen und andere. Es wird ein Evaluierungsbericht aller Aktivitäten in Englisch erstellt werden. Bild- und andere Dokumente dieser Aktivitäten werden ebenfalls auf einer DVD gesammelt zu sehen sein; diese DVD wird auf Englisch, Italienisch, Rumänisch, Deutsch, Schwedisch und Griechisch (mit Untertiteln) zur Verfügung stehen.
Zielsetzungen der Aktivitäten sind:
- Förderung interkultureller Bildung in Familieneinrichtungsstellen, in der Vorschulerziehung und in der Gesellschaft
- Unterstützung der Eltern bei der Ausübung der aktiven Bürgerschaft
- Begünstigung der Integration von Immigrantenfamilien innerhalb relevanter Servicestellen sowie in der Gemeinschaft.
Aktivitäten zur Verbreitung
Ziel der Aktivitäten zur Verbreitung ist:
- Optimierung der Projektergebnisse durch Adaptierung und Verknüpfung mit anderen Produkten, nachhaltige Integration der Ergebnisse und Anwendung auf lokaler, regionaler, nationaler sowie europäischer Ebene.
Verbreitungsaktivitäten beinhalten:
- Entwicklung einer Projektwebseite mit Übersetzungen in alle Partnersprachen
- Produktion von Postern und Broschüren, um das Projekt in allen Partnerländern zu bewerben
- Organisation eines Seminars in jedem Land, um den SMILE Kurs und das Handbuch für die Evaluierung von interkulturellen Kompetenzen von ErzieherInnen vorzustellen
- Organisation der Abschlusskonferenz in Florenz für die Präsentation der endgültigen Produkte des Projektes (DVD/Buch und Kurs);
- Produktion der letztgültigen Publikation (DVD) in allen Partnersprachen mit folgenden Inhalt: Projektbericht, Manual für die Evaluation von interkulturellen Kompetenzen, Trainingskurse und Handbuch sowie interkulturelle Aktivitäten
- Ein elektronischer, alle sechs Monate erscheinender Newsletter (in englischer Sprache);
- Werbungfür das Projekt (speziell im Bezug auf die interkulturellen Aktivitäten) in den lokalen Zeitungen.


